Gummibaumplantagen und Ananas

Hier im Norden von Phuket fahren wir immer wieder durch kilometerlange Gummibaumplantagen. Links und rechts stehen die Gummibäume in langen Reihen und mitten hindurch führen die Straßen. Wenn wir durch diese Plantagen fahren, wird es immer etwas kühler. So wie wenn man in Deutschland im Sommer in einen dichten Wald geht. Das ist total angenehm.

Zwischen den Baumreihen entdecken wir immer wieder grasende Wasserbüffel und Kühe. Die sollen anscheinend das Gras kurz halten und das Unkraut jäten. So viel Landwirtschaft wie hier in der Region haben wir auf den anderen thailändischen Inseln, auf denen wir bisher waren, noch nicht gesehen. Auch Ananas wird viel und in Reihen angebaut, oft direkt neben dem Highway. Am Rand der Straße sind dann einige Stände aufgebaut, an denen die frisch geernteten Ananas verkauft werden. Frischer geht es ja gar nicht.

Kochen bei Gewitter

Wie schon erwähnt, machen wir im Moment Housesitting und wohnen bei einem deutschen Pärchen hier auf Phuket. Unsere Küche befindet sich unter freiem Himmel. Okay, nicht ganz, sie hat ein Dach. Aber die Küche ist an der frischen Luft. Und dort kochen wir jetzt immer Mal wieder.

Zum Beispiel gestern Abend. Während wir noch unser Gemüse geschnippelt haben, hat es schon angefangen zu regnen und zu blitzen. Kurz danach kam das Gewitter richtig in Fahrt. Der laute Donner kam gefühlt immer näher und die Blitze wurden auch von Mal zu Mal heller und größer. Zum Glück waren wir ganz gut geschützt unter dem Dach der Küche. Wäre der Donner nicht so laut gewesen, wäre unser Abendessen richtig romantisch geworden bei dem starken Regen. Trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis für uns draußen zu kochen und zu essen, während die Welt halb unter geht. Das Essen hat übrigens auch geschmeckt.

Machete

Im Moment wohnen wir bei einem deutschen Pärchen, das eine größere Anlage hat. Hier gibt es ein Haupthaus und fünf kleine Bungalows. Drum herum ist ein großer Garten mit einem Pool. Die letzten Tage haben wir ein bisschen bei der Gartenarbeit geholfen: Gras mähen und zusammen kehren, Unkraut jäten und Bäume fällen. Steph sollte gleich drei Bäume umhauen. Dafür hat er erst eine Säge bekommen, die aber nicht mehr so richtig scharf war. Darum hat der Hausbesitzer ihm dann eine Machete gegeben. Damit sollte er die Bäume bearbeiten, wie mir einer Axt. Man hat richtig gesehen, wie viel Spaß Steph die Arbeit mit der Machete gemacht hat. Deswegen wollte ich das auch direkt ausprobieren. Mein Fazit: Setzt mich ruhig mit einer Machete im Dschungel aus. Ich komm schon klar und Spaß habe ich dabei auch noch.

Beitrag zum Low-Budget-Reisen

Yeah! Ein neuer Beitrag von mir ist online :) Wie Du vermutlich schon mitbekommen hast, bin ich Journalistin und versuche mich während unserer Zeit auf Reisen als freiberufliche Journalistin. Das klappt ganz gut und macht unheimlich viel Spaß. Vor allem, weil ich über Dinge schreiben und berichten kann, die ich hier in Südostasien erlebe und entdecke.

Den Beitrag findest Du hier bei den Helden der Freizeit. Das ist ein Onlinemagazin aus Wien, das auch viel über Reisen und Abenteuer berichtet. In meinem Text geht es darum, wie Du auch Koh Samui trotz Touri-Programm Geld sparen kannst. Guck doch mal rein und lass mich gerne wissen, wie Du den Text findest. Viel Spaß beim Lesen.

Fliegende Joghurt-Verkäufer

Wir waren die Tage abends im Imbiss essen. Kurz nachdem wir bestellt hatten, blieb ein Motorroller direkt vor dem Imbiss stehen. Der Roller hatte quasi als Beiwagen eine große Kühltruhe, auf der eine Frau saß. Wir haben uns schon gefreut, weil die Frau doch sicher Eis verkaufen wollte. Die Frau sprang von der Kühltruhe herunter und auch der Fahrer stieg von seinem Roller ab. Dann öffneten sie die Kühltruhe und holten mehrere Plastiktüten heraus. Darin war aber kein Eis, sondern mehrere Becher Joghurt. Damit liefen die beiden an den Tischen in unserem Imbiss und auch an den Tischen des Nachbar-Imbisses vorbei und wollten den Leuten die Joghurts verkaufen. In einer der Tüten habe ich auch Kakao und so eine Art Buttermilch erkannt. Joghurt ist hier in Thailand irgendwie ein großes Ding. Auch auf mehreren Märkten haben wir schon Stände gesehen, die ausschließlich Joghurts und Joghurt-Getränke verkaufen. Warum die Thais die so gerne essen und trinken, das haben wir noch nicht heraus gefunden. Aber wir haken mal nach.

Großer brauner Fleck

Als ich heute morgen aufgestanden bin, habe ich einen großen braunen Fleck auf dem Boden entdeckt. Er war auf den Fliesen, direkt vor dem Badezimmer. Erst dachte ich, das sei ein Stück Plastik. Als ich es aber angetitscht habe, merkte ich, dass der Fleck weich war.

„Ihhhhh, was ist das?“, habe ich Steph ganz ruhig gefragt. Er hat den Fleck auch untersucht, kam aber ebenfalls auf keine Idee. Wir haben auch schon an der Decke nach etwas gesucht, dass von dort aus den Fleck verursacht haben könnte. Aber nichts. Also habe ich all meinen Mut zusammen genommen, mir ein Stück Toilettenpapier gegriffen und den Fleck aufgewischt. Neugierig wie ich bin, habe ich direkt daran gerochen. Und da wurde es mir klar. Nein, nicht das was Du jetzt denkst. Das da auf dem Boden war Zahnpasta. Wir haben nämlich so eine thailändische Kräuter-Zahnpasta gekauft, die eben braun ist. Und anscheinend hat einer von uns am Abend einen Tropfen Zahnpasta beim Zähneputzen verloren.

Housesitting-Fazit Singapur

Fünf Tage waren wir in Singapur und haben auf einen Hund und zwei Hasen aufgepasst. Ich wollte immer schonmal Housesitting ausprobieren und jetzt hat es endlich das erste Mal geklappt. Unser Fazit: Das war super und sicher nicht das letzte Mal. Okay, direkt im Anschluss haben wir ein Housesitting hier auf Phuket, aber auch danach machen wir das sicher nochmal.

Das Pärchen, bei dem wir in Singapur auf die Wohnung und die Tiere aufgepasst haben, war super nett und sympathisch. Im Vorfeld haben wir zwei Mal mit Video telefoniert und uns so ein bisschen kennen gelernt. Dann haben wir am ersten Tag alles erklärt und gezeigt bekommen und los ging’s. Ja, es war wirklich so unkompliziert, wie es klingt. Morgens und abends alle Haustiere füttern und auch mit der Hündin Gassi gehen. Auf diese Weise konnten wir kostenlos in Singapur übernachten, außerdem konnten wir vor testen wie es wäre selbst einen Hund zu haben. Der einzige kleine Nachteil war, dass die Wohnung im Westen der Stadt lag und wir mit Bus und Bahn rund 40 Minuten brauchten, bis wir im Stadtzentrum waren. Aber das war schon okay.

Organisieren

Die ersten Tage hier wieder auf Phuket müssen wir Einiges organisieren. Zum Beispiel mal wieder Wäsche waschen. Da wir hier ja Housesitting machen, ist das kein Problem. Wir dürfen einfach die Waschmaschine mitbenutzen, die hier auf dem Gelände steht.

Dann haben wir uns einen Roller besorgt. Und das war ein echt schönes Gefühl. Endlich wieder den Fahrtwind in den Haaren spüren, hinfahren, wohin wir wollen und total flexibel sein. Ich liebe Rollerfahren. Wir waren auch direkt einkaufen und haben ein bisschen die Gegend erkundet. Jetzt bin ich hier auch das erste Mal auf dem Highway gefahren, das war nicht ganz so cool. Wenn auf drei Spuren neben uns die Autos vorbeirasen, muss ich mich einfach noch mal mehr konzentrieren. Wir werden wohl in Zukunft versuchen einen anderen Weg zu fahren. Mal sehen ob das klappt.

Kopfrechenübungen

Das Reisen schult uns im Kopfrechnen. Gerade jetzt, nachdem wir in kurzer Zeit von Thailand nach Malaysia nach Thailand nach Singapur und zurück nach Thailand gereist sind. Da kommt man mit den Umrechnungskursen der verschiedenen Währungen schonmal schnell durcheinander.

Kein Wunder: In Thailand ist ein Euro ungefähr 35 Baht wert. In Malaysia bekommt man für einen Euro 4,6 Ringgit. Um es einfacher zu halten, haben wir immer mit fünf gerechnet. Und in Singapur ist ein Euro etwa 1,5 Singapur-Dollar wert. Nach unserem Rückflug von Singapur fanden wir dann die Flasche Wasser im Supermarkt für 15 Baht auch erst einmal teuer, weil wir noch den Umrechnungskurs der Dollar im Kopf hatten. Dann hätte das Wasser 10 Euro gekostet. In Wirklichkeit waren es aber nur rund 40 Cent.

Kurze Unterbrechung

Ihr habt es vielleicht gemerkt: Die letzten zwei Tage gab’s hier keine Shortnews. Der Grund dafür ist Singapur. Irgendwie hat die Stadt mich so in Anspruch genommen, dass ich keine Kraft hatte Shortnews zu schreiben. Das ist positiv und gleichzeitig auch negativ gemeint.

Singapur hat mich total beeindruckt. Die Stadt ist super modern, in vielen Punkten total fortschrittlich und zukunftsorientiert. Es gibt so viele und schöne Dinge, Orte und Attraktionen zu entdecken. Und gleichzeitig war sie für mich und uns auch anstrengend. Zum einen sind Städtetrips immer ein bisschen anstrengend. Man will so viel wie möglich in der Zeit sehen, in der man vor Ort ist. Zum anderen waren die letzten Wochen generell schon anstrengend für uns. Wir waren in Kuala Lumpur, dort sind wir auch sehr viel durch die Gegend gelaufen, sind dann nach Phuket geflogen, wo wir in kurzer Zeit in zwei Hotels gewohnt haben und dann kam auch schon unsere Reise nach Singapur. Dieses ganze hin und her reisen hat uns müde gemacht. Jetzt sind wir sehr froh, dass wir erst einmal etwas länger hier auf Phuket bleiben und wieder eine Art Alltag einkehren kann. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen wie das ist, wenn man immer nur ein paar Tage an einem Ort ist, bevor man dann wieder weiter reist.